Neues Ford-Werk für die Herstellung von Elektrofahrzeugen in Köln

Ford plant, dass bis 2030 alle in Europa verkauften Autos elektrisch sein sollen. Der US-Konzern will 1 Milliarde Dollar investieren, um das Werk in Köln zu seinem ersten Elektrofahrzeug-Werk in Europa umzubauen. Bevor ein Verbot für Fahrzeuge mit fossilen Brennstoffen in der ganzen Welt droht, hat der weltgrößte Autohersteller seine Pläne zur Abkehr von umweltschädlichen Verbrennungsmotoren dargelegt.

 

Ford hat zugesagt, dass alle seine in Europa verkauften Autos bis 2030 elektrisch sein werden. Der US-Autogigant kündigte Ende Februar an, dass er ganz auf Elektrofahrzeuge setzen und US$1 Milliarde (ca. 840 Mio Euro) in den Umbau eines Fahrzeugmontagewerks in Köln investieren werde, das zu seinem ersten Elektrofahrzeugwerk in Europa werden soll. Die ersten reinen Elektroautos sollen dort ab 2023 vom Band rollen.

2026 sollen alle Autos von Ford elektrisch sein

Ford versprach, dass alle seine Pkw in Europa bis Mitte 2026 rein elektrisch oder mit Plug-in-Hybridantrieb emissionsfrei sein werden, bevor das Unternehmen seine Ambitionen bis 2030 auf vollelektrische Fahrzeuge ausdehnt.

 

„Wir starten in eine vollelektrische Zukunft in Europa mit ausdrucksstarken neuen Fahrzeugen und einem vernetzten Kundenerlebnis von Weltklasse“, sagte Stuart Rowley, der Leiter des europäischen Ford-Geschäfts. „Unsere heutige Ankündigung, das Werk in Köln umzugestalten, das seit 90 Jahren unsere Heimat in Deutschland ist, ist eine der bedeutendsten Maßnahmen, die Ford seit über einer Generation getroffen hat. Sie unterstreicht unser Engagement für Europa und eine moderne Zukunft mit Elektrofahrzeugen im Zentrum unserer Wachstumsstrategie.“

Bis 2030 sollen die meisten Nutzungsfahrzeuge elektrisch laufen

Ford sagte, dass zwei Drittel seiner Nutzfahrzeuge bis 2030 ebenfalls vollelektrisch oder Plug-in-Hybrid sein werden. Das Unternehmen dominiert den US-amerikanischen und den europäischen Markt für benzinbetriebene Nutzfahrzeuge mit einem Marktanteil von 40 % bzw. 15 %. Ford sagte, sein Nutzfahrzeuggeschäft sei „der Schlüssel zu künftigem Wachstum und Profitabilität“.

 

In diesem Monat kündigte Ford an, die Investitionen in Elektrofahrzeuge zu verdoppeln „und bis 2025 mindestens 22 Milliarden Dollar in die Elektrifizierung zu investieren“ – fast das Doppelte der bisherigen EV-Ambitionen des Unternehmens.

 

Der Autobauer, der in Europa im vergangenen Jahr in die Gewinnzone zurückgekehrt ist, hat eine Allianz mit Volkswagen gebildet, um dessen modulare Elektrofahrzeug-Plattform für den Bau einiger Modelle zu nutzen. Das Kölner Werk wird die VW-Plattform nutzen.

Ford Rivalen ziehen nach

In der letzten Woche erklärte Jaguar Land Rover, der britische Automobilhersteller im Besitz der indischen Tata Motors, dass seine Luxusautos der Marke Jaguar bis 2025 rein elektrisch angetrieben werden und das Unternehmen in der Mitte des nächsten Jahrzehnts ganz auf Benzinfahrzeuge verzichten wird. Der Ford-Rivale General Motors aus Detroit will bis 2035 eine komplett emissionsfreie Modellpalette anbieten.

 

Die Pläne kommen zu einem Zeitpunkt, in dem die Autokonzerne ihr Geschäft umstellen, um die strengen CO2-Emissionsziele zu erfüllen, die von Regierungen auf der ganzen Welt festgelegt wurden. Deutschland hat ein Verbot für den Verkauf von neuen Autos und Transportern, die ab 2030 ausschließlich mit Benzin und Diesel betrieben werden, angekündigt.

 

Großbritannien, zum Beispiel, hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 eine Netto-Null-Emissionswirtschaft zu werden. Es ist auch Teil von Boris Johnsons Aufruf zu einer „grünen industriellen Revolution“, um die Klimakrise zu bekämpfen und neue Arbeitsplätze in Zukunftstechnologien zu schaffen.

 

Die EU-Umweltminister haben sich im Oktober 2020 darauf geeinigt, das Netto-Null-Emissionsziel der EU für 2050 rechtsverbindlich zu machen.

 

Norwegen, das stark von Öl- und Gaseinnahmen abhängig ist, will als erstes Land der Welt den Verkauf von Autos, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, bis zum Jahr 2025 beenden. Vollelektrische Fahrzeuge machen etwa 60 % der monatlichen Verkäufe in Norwegen aus.


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