Wie Elektroautos mit e-SmartConnect autonom geladen werden

Volkswagen plant in den nächsten Jahren, Elektroautos zu entwickeln, die eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern mit einer Tankladung erreichen sollen.

Um die Fahrzeuge an den Zapfsäulen schnell zu laden, werden dicke Schläuche benötigt, die die benötigte Menge Strom in kurzer Zeit zum Auto liefern. Weil diese Schläuche ein hohes Gewicht aufweisen, arbeitet Volkswagen an Robotern, welche diese Schläuche in die Zapfsäule des Fahrzeugs fühlen und wieder vom Fahrzeug entfernen.

Volkswagens e-Smartconnect
Volkswagen arbeitet an einem autonomen Ladesystem, welches sich e-Smartconnect nennt. Bei diesem System sollen Fahrzeuge autonom mit Robotern aufgeladen werden. Das System wurde bereits mit einem Roboter namens Kuka LBR liwa getestet, welcher sieben Antriebsachsen zur Fortbewegung besitzt und den Schlauch dank Sensoren in Autos einführen kann, ohne diese zu beschädigen. Bei den Tests arbeitete der Roboter zuverlässig und bedankte wartende Fahrzeuge erfolgreich in einer kurzen Zeit. Ein heutiges Elektroauto wird mit diesem Roboter in 40 Minuten aufgeladen.

Die Ladezeit hängt jedoch nicht nur vom Roboter ab, sondern auch von der Leistung der Schläuche. Wenn in Zukunft schnellere Schläuche entwickelt werden oder die Fahrzeuge weniger Strom benötigen werden, wird es möglich sein, die Fahrzeuge schneller zu bedanken. Der Roboter an sich ist aber dennoch hilfreich, denn er führt den schweren Schlauch schneller in den Tank und entfernt in schneller vom Tank des Fahrzeugs als ein Mensch. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Fahrer sich vor dem Tanken von seinem Fahrzeug entfernen kann und sich in der Tankstelle aufhalten kann, während sein Elektroauto autonom aufgeladen wird.

Das Laden von Elektroautos mit Robotern bietet definitiv Vorteile gegenüber dem Laden von Fahrzeugen mit Menschen. Roboter werden die Fahrzeuge schneller betanken und die Schläuche in jedes Elektroauto einführen können, ohne dass dieses beschädigt wird. Ein Mensch hingegen kann am Anfang einen Fehler machen und den lack an seinem Auto mit dem Schlauch beschädigen. Das Bedanken von Elektroautos mit Robotern könnte jedoch auch den Nachteil mit sich bringen, dass Elektrotankstellen mit e-Smartconnect teurer sein werden als Elektrotankstellen mit manuellen Schläuchen.

Weitere Pläne von Volkswagen
Volkswagen arbeitet nicht nur an Robotern, die Elektroautos autonom betanken sollen, sondern auch an automatischen Fördersystemen. Diese Fördersysteme bewegen die Elektroautos während des Tankens fort und sorgen dadurch dafür, dass nicht zu viele Fahrzeuge vor den Zapfsäulen stehen und dadurch den kompletten Platz der Tankstelle einnehmen. Sobald der Fahrer sein Auto zum Tanken parkt, führt der Roboter den Schlauch ein und das Fördersystem bewegt das Auto während des Tankens fort, damit andere Autos parallel betankt werden können. Nach dem Tankzyklus wird der Fahrer sein Auto an einer anderen Stelle wiederfinden wie vor dem Tanken.

Das Fördersystem wird für eine Platzersparnis der Tankstellen sorgen und es werden mehr Fahrzeuge gleichzeitig betankt werden können wie ohne Fördersystem. Gemeinsam mit Robotern könnten e-Smartconnect ein effizientes Tanksystem werden, welches sowohl für Tankstellenbesitzer als auch für Fahrzeugbesitzer Vorteile bietet.


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